Abenteuer MeMo Training

Wir schreiben den 14. Februar 2019 und die Hundepädagogische-Praxis hatte immer noch geschlossen. Für Rocky eine lange Zeit der Entwöhnung. Jürgen hatte aber seine Hundetrainerin engagiert, die eine Sonderstunde geben sollte und so machten wir uns auf nach Oberdorst. Diana, nicht etwa die Göttin der Jagd, nein, die Trainerin, präparierte schon mal den Hof mit allen möglichen Herausforderungen, was einem Agilitytraining nahe kam. Gekommen war aber nur Finn, ein Berner Sennenhund mit einem Kampfgewicht von fünfzig Kilogramm. Natürlich war da auch Trina, die Hündin der Trainerin. Die war ja neu im Geschäft, also wurde sie erst mal beschnuppert und für akzeptabel befunden. Aber Rocky war sehr aufgeregt und es brauchte eine ganze Weile, bis er „runter“ kam. Die absolut ruhige Art von Diana trug erheblich dazu bei. Als es dann soweit war, durfte sich jeder Kandidat eine Übung aussuchen, mit der er beginnen wollte. Frauchen entschied sich für die Pylonen, wobei zunächst ein Ende der Stangen den Boden berührten. Finn sollte um den Kreis laufen – aber dazu später mehr. Trina, die Hündin, machte vor wie es geht und Rocky sollte es nachmachen. Zunächst war er noch recht tollpatschig, steigerte sich aber zusehends und das war gut so, denn die Übung sollte schlagartig schwerer werden. Bei dem nächsten Durchgang waren die Stangen höher gesetzt und Rocky musste drüber steigen. Die Krux war aber die, dass beide Vorderläufe drüber waren und die Hinterläufe nicht und in diesem Moment musste er auf das Kommando „steh“ hören und den Blickkontakt zu Frauchen halten. Wie man auf den nachfolgenden Bildern sieht, machte er das ganz toll. Die Aufnahmen sind in chronologischer Reihenfolge. Solche Übungen sind für Hunde fordernd, sowohl geistig wie auch körperlich, obwohl es nicht danach aussieht. Rocky zeigte nach dieser Runde erste Ermüdungserscheinungen und machte ohne Kommando „platz“. Auch Finn, der Brocken, zeigte sich von dem Kreis durchaus beeindruckt und legte sich ebenfalls hin.

Nachdem Rocky sich etwas ausgeruht hatte, sollte er durch zwei Metallböcke laufen. Irgendwie hatte er aber zunächst die Schnauze buchstäblich voll, wie man sieht. Nutzte aber nichts, er musste seiner Aufgabe gerecht werden und folgte dann seinem Auftrag. Diese Übung sollte noch getoppt werden, indem auf die Böcke ein „Deckel“ gelegt wurde und das stellte eine neue Situation dar. Es vermittelt den Eindruck, als müsse er durch einen Tunnel laufen. Mit oder ohne Deckel, er machte seine Sache gut und ihn nicht zu überfordern durfte er wieder eine Pause einlegen. Was anstrengender ist, das Mantrailing oder solche Übungen, vermag ich nicht zu beurteilen.

Dann kam die Übung mit dem Kreis. Die Aufgabe ist die, dass der Hund außerhalb des Kreises läuft, Während Frauchen innerhalb des Kreises den Hund führt. Wie Diana sagte, sollte das die schwierigste Übung überhaupt sein, denn ein Hund läuft nicht mal eben um einen Kreis.

Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Rocky sollte mit Gaby durch die Stangenfelder laufen, aber nicht vor ihr oder neben ihr, sondern hinter ihr her. Auch das machte er ganz schön. Zum krönenden Abschluss der heutigen Stunde sollte er einen Minikegel mit seiner Pfote berühren, kurz drauf tippen. Auch das hatte er schön erledigt und bekam sein Leckerchen.

Das war´s. Jetzt durften Finn und Rocky miteinander spielen, was sie auch mit ihrer Restkondition machten. Der Klassenunterschied von 50 kg Berner Sennenhund zu 30 kg Vizslador ist auf dem letzten Bild gut zu erkennen. könnt Ihr hier sehen….