Wolfsgebiet Neunkirchen – Seelscheid

 Nun ist es amtlich. Was bedeutet das für die Hundebesitzer und deren Hunde ? Seit dem Jahr 2000 wandern Wölfe in Deutschland ein und es kommen berechtigter Weise viele Fragen auf, aber auch mancher Mythos wird ausgegraben, der mehr in die Kategorie von Grimms Märchen passen würde. Zunächst sieht es so aus, dass in dem dargestellten Gebiet eine Fähe (Wölfin) sesshaft geworden ist. Bedenkt man, dass ein Wolf eine Reviergröße von 150 bis 350 km² benötigt, ist die Wahrscheinlichkeit ihr zu begegnen äußerst gering. Ein Wolf wandert am Tag bis zu 75 km und das ist eine beachtliche Strecke. Aber es gibt Zufälle und wo eine Fähe ist, lässt ein Rüde sicher nicht lange auf sich warten. Die drängendste Frage wird sein, was mache ich bei einer Begegnung und frisst der Wolf meinen Hund ? Natürlich kann der Wolf meinen Hund fressen, doch dafür müsste einiges passieren. Wichtig ist, dass der Hund immer in der Nähe seines Besitzers bleibt. Da ist die 6 Meter Regel von Jürgen angebracht, aber wie wir alle wissen, kaum einzuhalten. 10 oder 15 Meter wären für den Wolf immer noch viel zu nahe. Er meidet die Menschen und so besteht keine Gefahr. In den skandinavischen Ländern kommt es immer wieder mal vor, dass ein Hund gefressen wird und dies bei den Treibjagden. Die sind sehr groß dimensioniert und folglich laufen diese Hunde weit weg von ihren Besitzern und prompt in das Territorium des Wolfes. Er sieht ihn als

Eindringling an und er ist ein „Abkömmling“ von ihm. Wölfe greifen sich auch gegenseitig an, wenn sie die Grenzen nicht einhalten. Ein gesunder Wolf ist sehr scheu und würde sich „verziehen“. Es hat in Deutschland noch keine Vorfälle gegeben, wo ein Wolf einen Hund angegriffen hätte, zumindest ist davon nichts bekannt. Was aber passiert, wenn mein Hund die Fährte aufnimmt? Hier gilt das Gleiche wie bei allen anderen Wildtieren auch: er muss abrufbar sein, ansonsten hat er Leinenpflicht.

Was passiert, wenn sich ein Wolf merkwürdig verhält indem er seine Scheu verliert? Da gibt es nur eine Empfehlung: langsam zurückziehen und laut werden, sehr laut und diese Begegnung der Behörde melden. (Jagdbehörde, Polizei, Landratsamt…. ) Nach Möglichkeit ein Foto machen.