Hundehalter oder Hundebesitzer ?

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Juristisch betrachtet ist das keine Frage, da im BGB die Begriffe klar definiert sind. Geht man seine täglichen Runden mit seinem Hund, trifft man zwangsläufig Hunde aller Couleur, angeleint oder freilaufend. Je nach Gebaren des Hundes stellt sich immer wieder mal die Frage, ob der mitlaufende Zweibeiner ein Hundehalter ist oder doch nur ein Hundebesitzer. Laut Statistik gibt es in Deutschland 10,3 Millionen Hunde. Dass die alle artgerecht gehalten werden, kann man ohne Wenn und Aber bezweifeln.

Was macht einen guten Hundehalter aus? Das dürfte damit beginnen, dass er sich vor dem Anschaffen eines Hundes überlegt, welcher Hund zu ihm passt, ein Dackel oder ein Windhund. Der Halter möchte schließlich sein Zuhause und seine Zeit mit ihm teilen und das vielleicht für die nächsten 15 Jahre. Er muss auf ihn eingehen können, seine „Sprache“ verstehen lernen, was das Know-how für die Erziehung ist. Nicht minder unwesentlich ist das Wesen des Vierbeiners. Das ist nicht nur rassespezifisch, das ist auch innerhalb einer Rasse individuell. Verantwortung für seinen Hund übernehmen und damit die nötige Geduld aufbringen ist das A und O. Mit Kommandos wie Sitz und Platz ist es nicht getan. Ein guter Hundehalter wird vor der Anschaffung eines Tieres daran denken, ob er sich einen Hund leisten kann. Er möchte ihn artgerecht halten, mit entsprechendem Futter. Hundesteuer, Hundeschule, Tierarzt und Hundekrankenversicherung sind Kostentreiber ein Hundeleben lang. Nicht zuletzt spielt auch das Equipment eine Rolle, sollte sich der Mitbewohner wohl fühlen.

Wenn hier alles im grünen Bereich ist, bekommt der Hundehalter den täglichen Dank seines Hundes.

Wie verhält sich das bei einem Hundebesitzer? Manchmal entsteht der Eindruck, dass die nur einen Hund haben damit sie einen Hund haben. Die Erziehung blieb wohl auf der Strecke. Man kann sie schon von weitem erkennen, wenn der Hund laut pöbelnd loslegt. Mit etwas Glück ist er angeleint und mit etwas Pech ist er freilaufend. Wenn es dann eng wird, kann man seinen eigenen Hund nur „schnallen“, damit er sich aus dem Staub machen kann. Wenn er intelligent und vor allem schnell genug ist, macht er das auch. Alles rufen nutzt nichts, der Pöbler hört nicht. Bei dem Hinweis, dass er als Besitzer für seinen Hund verantwortlich ist, erntet man lediglich Unverständnis und böse Blicke. Das sind Menschen die eben nicht über das nachdachten, worüber ein Hundehalter nachgedacht hat. Sie leben aber unter uns. 

 

  

 

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