Wenn Hundehalter die Brut- und Setzzeiten nicht kennt

Jägerin zeigt Hundehalter an. So ein Artikel in der neuesten Ausgabe von dem „Rheinisch-Westfälischer Jäger“. Wenn es soweit kommt muss viel geschehen sein und zeigt, dass es unbelehrbare Hundehalter gibt. Unbelehrbarkeit schütz vor Strafe nicht. Die Jägerin hatte einen Strafantrag gegen den Hundehalter gestellt. Das heißt, das ist das Verlangen einer Person jemanden wegen einer bestimmten Straftat strafrechtlich zu verfolgen.

Vielleicht könnte der Hundehalter sagen, was kann denn mein Hund dafür, wenn er weder das Jagdrecht noch die Brut- und Setzzeiten kennt? Es ist der Hundehalter verantwortlich, nicht der Hund. Der Hundehalter wird strafrechtlich wegen Wilderei belangt und das kann sehr teuer werden.

Immer wieder kam es bei der Jägerin zu Rissen von Rehwild, trächtigen Rehen, Kitzen oder zu Fehlgeburten aufgrund von Stress durch die Hatz eines Hundes.

Sie wies immer wieder auf die Vorschriften von Brut- und Setzzeiten hin und wurde verständnislos gefragt, wo das denn geschrieben steht. Zugegeben, es gibt bundesweit betrachtet ein Wirrwarr von Regelungen, da jedes Bundesland seine eigenen Regeln hat, was man unbedingt beachten sollte wenn man mit seinem Hund in Urlaub fährt.

Für NRW gilt : – in Naturschutzgebieten ist der Hund an der Leine zu führen.

  • In Vogelschutzgebieten ist vom o1.03. – 31.07. Leinenpflicht
  • Generell regelt in NRW das Landeshundegesetz die Vorschriften
  • Ausnahmen hierzu kann es von Gemeinde zu Gemeinde geben

Unter Setzzeiten kann sich sicherlich jeder was vorstellen. Warum Brutzeit ? Es gibt sehr viele Vogelarten, die ihr Gelege auf dem Boden anlegen wie z.B. das Auerhuhn, Haselhuhn (Bayern), Möwen (Norddeutschland), Fasan, Uhu, Rohrweihe (u.a. NRW) und eine ganze Reihe mehr. Die Gelege werden empfindlich gestört oder zerstört.

Kein Hundehalter kann für seinen Hund die Hand ins Feuer legen. Gelegenheit macht Jäger! Ein zusätzliches Problem kann durch die „Coronahunde“ entstehen, die importiert wurden und in ihrem Heimatland ihr Überleben auf der Straße ermöglichen mussten. Die Regel, wann ein Hund jagd, ist sehr eng gesetzt. Er fängt mit der Jagd an, wenn er eine Fährte aufnimmt, dabei muss er noch keinen Sichtkontakt zu Wildtieren haben. Ein Jäger kann einen Hund erlegen, wenn abzusehen ist, dass das Wild keine Chance mehr hat. Bis dahin muss er versuchen, den Hund zu fangen.

Genau das war, dem Artikel nach, geschehen. Der Hund wurde gefangen und der Hundebesitzer forderte die Herausgabe des Hundes. Da ein Jäger nicht die Personalien einer Person feststellen darf, im Gegensatz zur Polizei oder Förstern, rief sie die Polizei und der Strafantrag nahm seinen Lauf.

Man kann immer wieder nur an die Hundehalter appellieren, denn es liegt an seinem Verhalten, nicht am Verhalten des Hundes. Hundehalter, die sich als unbelehrbar erweisen, die dem Verhalten ihres Vierbeiners gleichgültig gegenüber stehen, müssen mit empfindlichen ordnungsbehördlichen Maßnahmen rechnen. Trifft das ein, war es zu spät. Um die entsprechenden Kenntnisse über die Sachverhalte muss sich jeder Hundebesitzer in eigener Verantwortung selbst kümmern.