Olfaktorische Kommunikation von Hunden

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Die olfaktorische (geruchliche) Kommunikation bei Hunden ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation und der sozialen Interaktionen zwischen den Hunden. Es gibt verschiedene biologische Strukturen, die diese Kommunikation beim Hund erst ermöglichen. 

Die olfaktorische Kommunikation ist eine Kommunikation, die über das Riechorgan der Tiere ermöglicht wird. Es ist ein wesentlicher Faktor der sozialen Interaktionen zwischen den Hunden. Diese Art der Kommunikation ermöglicht einen Hund, Informationen über seine Umgebung zu erhalten und zu verarbeiten. Ebenfalls können so Status und Identität mittels Geruch kommuniziert werden.

Biologischer Aufbau

Der biologische Aufbau für eine geruchlichen Kommunikation umfasst zwei Komponenten: 

1) Riechorgan

2) Jacobson Organ. 

1) Das Riechorgan besteht aus zwei Nasenlöchern die mit einer Vielzahl von Rezeptoren verbunden sind. Diese sind in der Lage, verschiedene Gerüche zu erkennen und zu unterscheiden. Das Riechzentrum im Gehirn ist eine Ansammlung von Nervenzellen, die für die Verarbeitung der Geruchssignale zuständig sind. Wobei das Riechorgan des Hundes bis zu 220 Millionen Riechzellen ausweisen kann. Die Riechschleimhaut ist etwa zehnmal so groß wie die der menschlichen Nase. Dadurch können Hunde mehr Duftmoleküle aufnehmen und analysieren als es der Mensch je kann.

2) Das Jacobson-Organ ist ein spezielles Geruchsorgan welches sich im Gaumen des Hundes befindet. Es dient dazu einen „Geruch“ genauer analysieren zu können. Es ist speziell an die Aufnahme und Verarbeitung von Pheromonen angepasst. Mit diesen Organ können Hunde regelrecht Gerüche schmecken die mit der Zunge, in das Jacobson Organ geschoben werden. So werden die Geruchsstoffe, die sich auf der Zungenschleimhaut angeheftet haben, auf das Sinnesepithels übertragen und im Gehirn verarbeitet.

Funktion der Olfaktorischen Kommunikation

Es ermöglicht den Hund, Informationen über seine Umgebung zu sammeln. Zum Beispiel können sie durch den Geruch feststellen, ob die Umgebung sicher ist oder ob Gefahren drohen. Sie können auch durch den Geruch feststellen, ob ein anderes Tier oder eine Paarungsbereite Hündin in der Nähe ist und wie sie sich verhält. Durch die geruchliche Information können die Hunden auch Status und ihre Identität kommunizieren. Zum Beispiel können sie Geruchliche Signale aussenden, um andere Mitglieder der Art zu warnen oder zu locken.

Zusammenfassung

Die Olfaktorische Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Interaktionen zwischen den Hunden. Es ermöglicht den Tieren, Informationen über ihre Umgebung zu sammeln und zu verarbeiten. Desweiteren ermöglicht es ihnen auch, ihren Status und ihre Identität durch den Geruch zu kommunizieren. Die olfaktorische Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Struktur bei Hunden und ist ein wichtiges Element für den Erhalt der Art.

 

 

 

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